Delfine, die Freiheit und die Moral

Heute macht ein Bericht im Netz die Runde wonach eine französische Mutter ihren Sohn nicht an einem Schulausflug in ein Delfinarium teilnehmen lies. Da sie dies auch auf Facebook postete, entspann sich eine allgemeine Diskussion. Diese hat mittlerweile auch Deutschland erreicht. Der Grund für die Nichtteilnahme ist der Tierschutz. Delfine, die in Freiheit durchaus über 100 km pro Tag zurücklegen in einem Bassin zu halten, kann kaum artgerecht sein. Selbst wenn man das Training für die Shows als positive Beschäftigung sieht, fehlt den Tieren doch Bewegung und das Meer. Nicht umsonst hat Frankreich die Haltung von Delfinen und Orcas in Gefangenschaft verboten.
Lediglich die bisher so gehaltenen Tiere sind davon ausgenommen, auch weil Auswilderungen oft scheitern. „Delfine, die Freiheit und die Moral“ weiterlesen

Verlierer des Tages: ARTE und der WDR

Die beiden Sender hatten eine Dokumentation zum Thema Antisemitismus in Europa in Auftrag gegeben, und weigerten sich diese auszustrahlen. Grund dafür sind eine angebliche Unausgewogenheit und sogenannte „handwerkliche Mängel“. Dass eine solche Dokumentation zurückgehalten wird, sorgt für lebhafte Diskussionen im Netz und auch in der Presse. Nun hat BILD-Online den Film für 24 Stunden auf der eigenen Seite im Internet veröffentlicht. Damit ist er gleichzeitig dauerhaft verfügbar, weil er auf den üblichen Videoplattformen landet. „Verlierer des Tages: ARTE und der WDR“ weiterlesen

Nur Verlierer

gab es bei der gestern (31.05.2017) bei dem Polizeieinsatz zur Abschiebung eines jungen Afghanen aus einer Berufsschule in Nürnberg. Die Polizei wurde losgeschickt um den jungen Mann direkt aus dem Unterricht in Gewahrsam zu nehmen um ihn noch am gleichen Tag per Flugzeug nach Afghanistan zu schicken. Daraufhin blockierten Mitschüler den Polizeiwagen und es kam zu Auseinandersetzungen mit Verletzten. Der Verlauf wurde von den beteiligen Schülern und der Polizei recht unterschiedlich geschildert. „Nur Verlierer“ weiterlesen

In guter Verfassung

 

Der 23.Mai 1949 markiert den Tag des Inkrafttretens unseres Grundgesetzes. Ein Anlass zur Freude und auch Motivation für politisches Engagement. Denn das, als Provisorium gedachte, Grundgesetz ist eine Verfassung, die sich wirklich bewährt hat. Es hat nun bald 70 Jahre für die Menschen in (West)-Deutschland Freiheit und Stabilität ermöglicht.
Ist es perfekt? Sicher nicht, denn es ist das Werk fehlbarer Menschen und auch Kind seiner Zeit.
Die Väter und (leider sehr wenigen) Mütter des Grundgesetzes schufen es unter dem Eindruck des Dritten Reiches. Die Begrenzung der Macht einzelner Akteure im Staat hatte oberste Priorität, eine schnelle Machtergreifung und Gleichschaltung aller staatlicher Institutionen zu verhüten quasi Grundgedanke unserer Verfassung.
Das beschleunigt politische Entscheidungsprozesse sicher nicht, aber meist gilt ja ohnehin: Qualität und sorgfältige Beratung gehen vor Geschwindigkeit. „In guter Verfassung“ weiterlesen

…jetzt bloggt der auch noch.

Mal wieder ein Blog

Der oder die ein oder andere, der mich kennt, weiß das dies hier nicht mein erster Start eines Blogs ist.  Ich hatte das früher schon mal begonnen und einschlafen lassen. Die gängigen Social-Media-Plattformen wie Instagram, Twitter oder Facebook erschienen mir aber ausreichend für mein Mitteilungsbedürfnis und so lies ich es nach einer Zeit wieder bleiben.

Warum ich wieder anfange?

Zunächst mal um auch ein paar längere Gedankengänge loszuwerden, die nicht in einen Tweet passen. Und mehr als 6 Zeilen liest bei Facebook auch niemand.
Gleichzeitig möchte ich die Möglichkeit haben, meine Gedanken allen chronologisch zu präsentieren ohne dass ein Algorithmus entscheidet, welcher Beitrag wie prominent präsentiert wird. Die Ansicht hier ist für jeden Leser gleich und zwar so wie ich sie eingerichtet habe, es sei den er oder sie haben das auf ihrem Empfangsgerät anders eingestellt. Rein optisch also Freiheit für mich und alle LeserInnen.
Auch bei den Inhalten kann ich mir hier mehr Freiheiten nehmen. Es gelten für mich deutsche Gesetze und die Grenzen meines (guten) Geschmacks und eben nicht Gemeinschaftsstandards von Leuten, die beim Anblick einer stillenden Mutter hyperventilieren. Beim geplanten Netzwerkdurchsetzungsgesetz  sehe ich die starke Gefahr des Overblocking, also des Löschens unangenehmer aber nicht gesetzwidriger Inhalte. Bundesjustizminister Maas schießt hier bei der notwendigen Bekämpfung von Hasskommentaren weit übers Ziel hinaus. Sollte ich auf FB nicht mehr schreiben können, dass Herr Maas eine Null ist, hier kann ich es.

Und um was wird es hier gehen?

Größtenteils um Politik aber nicht nur. Politik natürlich aus einer liberalen Perspektive, genauer gesagt aus der Perspektive eines FDP-Mitglieds, noch genauer gesagt aus der Perspektive eines FDP-Funktionärs.
Es sind aber meine eigenen Gedanken und die werden nicht aus dem Hans-Dietrich-Genscher-Haus ferngesteuert. Ich sehe, wie jedes Parteimitglied, manche Dinge persönlich anders als die Beschlusslage der Partei. So hat sich die FDP kürzlich beim Bundesparteitag gegen einen Abschiebestopp nach Afghanistan ausgesprochen, ich persönlich glaube aber, dass man aktuell nicht dorthin abschieben kann. Für Freie Demokraten sind abweichende Meinungen von der Parteilinie aber kein Problem, sondern gehören einfach dazu.